Michael Spitz

5. Dan

Nach ein paar Jahren Judotraining als Kind und Jugendlicher, habe ich schliesslich 1976 mit regelmässigem Training in Aikido begonnen. Als die wichtigsten und prägenden Meister in meiner Entwicklung kann ich Ikeda Masatomi Sensei (7. Dan) und Saito Morihiro Sensei (9. Dan) nennen. Saito Sensei besuchte ich auch in Iwama (Japan, 1985 und 86). Das aussergewöhnlich intensive Trainingserlebnis, sowie die Tatsache am Wirkungsort von O Sensei Ueshiba üben zu dürfen, war für mich damals in vieler Hinsicht von grosser Bedeutung und ich erinnere mich noch gerne daran zurück. Frank Doran Sensei (7. Dan) stellt für mich in seiner Art und Weise, Aikido zu repräsentieren und zu vermitteln, ein Vorbild dar.


Aikido lässt eine Vielfalt an technischen Varianten und philosophisch-spirituellen Sichtweisen zu. Offenheit und Toleranz zu pflegen ist mir ein Anliegen. Im Aikido geschieht Begegnung zwischen Menschen, es geht um Toleranz oder mit etwas anderen Worten – psychologisch gesprochen – um Sozialkompetenz. Die letztgenannte Sichtweise liegt mir als Psychologe und Psychotherapeut natürlich sehr nahe. Dennoch betrachte ich Aikido nach wie vor als eine Kampfkunst im traditionellen Sinne, welche sich der im Zeittrend liegenden «Psychologisierung» zu enthalten hat.